ein Filmmontag
am 10. November, 19:30 Uhr (!)
Votivkino, Währinger Str. 12 (!)

 Sie hat neue Lichttechnik gebracht, neue Kameraeinstellungen, Luftaufnahmen, Sportfotografie, die bis heute kopiert wird, ein Einfallsreichtum, ohne den die Filmgeschichte heute nicht die wäre, die sie ist. Leni Riefenstahl hat diese Filme für Adolf Hitler und die NSDAP gedreht – Filme wie „Triumph des Willens“ oder „Olympia“. Nach dem Ende der NS-Barbarei war Riefenstahl bemüht, sich von ihrer Mittäterschaft reinzuwaschen, das Verhältnis zu Hitler oder Goebbels ließ sie im Dunklen und strii wortreich Wissen und Beteiligung an den NS-Verbrechen ab. Der deutsche Dokumentarfilmer Andreas Veiel und die TV-Journalistin Sandra Maischberger erhielten als erste Zugang zum umfangreichen Nachlass der 2003 mit 101 Jahren verstorbene Filmemacherin und zeichnen das beklemmende Bild einer Verstrickten, der die Schönfärbung ihrer Biografie letztlich doch nicht gelingt. Nicht zuletzt durch diese dokumentarische Biografie.
Im Anschluss an den Film spricht Otto Friedrich mit dem Theater- und Filmwissenschaftler Patric Blaser (angefragt) über Riefenstahls Ästhetik, die heute noch präsent ist, und den Umgang mit deren NS-Vergangenheit.
Regie: Andreas Veiel. Produktion: Sandra Maischberger. 115 Min.
Im Rahmen der Bedenkwoche „Mechaye Hametim – Der die Toten auferweckt“ zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938.

Otto Friedrich ist freier Journalist
Christian Rathner ist Religionsjournalist und Doku-mentarfilmer beim ORF-Fernsehen.

Tickets (€ 10,50) bei votivkino.at oder an der Abendkasse

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