Geschichte, die verbindet.
Menschen die bewegen.
Msgr. Otto Mauer gibt 1946 die Zeitschrift „Wort und Wahrheit" heraus. Auf sein Betreiben bilden die Redakteure und Autoren ein Jahr später den Katholischen Akademikerverband – unter ihnen der Pastoraltheologe Ferdinand Klostermann, der Publizist Otto Schulmeister, die Historikerin Erika Weinzierl und der Erwachsenenbildner Markus Bittner. 1947 gilt als Gründungsjahr des KAV.
In den 1950ern initiiert Mauer zahlreiche Kongresse und Fachtagungen für den KAV, mit dem Ziel, Kunst, Religion und Wissenschaft ins Gespräch zu bringen. Zu nennen sind u. a. der Aschermittwoch der Künstler, die Studientagung in Maria Zell (Maria Zeller Manifest) sowie das Internationale Kunstgespräch.
Der KAV übersiedelt von der Grünangergasse 1, 1010 Wien (fortan Galerie nebst St. Stephan) in die Währinger Straße 2–4, 1090 Wien, um die Nähe zur Universität für einen kontinuierlichen Austausch mit der Wissenschaft zu nutzen.
Otto Mauer gibt die „Mitteilungen der Katholischen Akademikerseelsorge" heraus. In den weiteren Jahren führt der Judaist Kurt Schubert erste christlich-jüdische Gespräche, und die Herausgeber der Zeitschrift „Arzt und Christ" (Gottfried Roth) formieren sich zur Katholischen Ärztegemeinschaft.
Nach dem Tod Mauers 1973 wird sein Freund Prälat Karl Strobl Geistlicher Assistent. Sein Verdienst für den KAV ist die Herausgabe des ORF-Studienprogramms „Wem glauben?" und „Wozu glauben?" (1976), die Gründung des Otto-Mauer-Fonds (1980) und gemeinsam mit der Katholischen Hochschuljugend die regelmäßigen Gaudete- und Laetare-Gottesdienste. Innerhalb des Verbandes gründete er Arbeitskreise und Vereine: das Netz Initiativer Christen, das Forum St. Stephan, das Studienförderwerk pro scientia u. a. m. (Strobl: „Gründe jeden Tag einen Verein!").
Fritz Wolfram wird erster Diözesansekretär des Katholischen Akademikerverbandes der Erzdiözese Wien.
Strobl stirbt 1984 und Alois Kraxner übernimmt bis 1993 das Amt des Geistlichen Assistenten, der neue Akzente in der Spiritualität und der Akademikerseelsorge setzt.
Im Wendejahr 1989 findet in Eisenstadt die erste „Internationale Tagung" mit Partnerorganisationen aus Brünn (Mährisch-Schlesische Christliche Akademie) und Budapest (Freunde der Zeitschrift „Vigilia", später: Stiftung Kirchenforum) statt. Diese Tagung ist der Vorläufer des Europasymposions.
Die Initiative „Solidarität Weltweit" entsteht.
Joop Roeland und 1998 Gernot Wisser folgen als Geistliche Assistenten. Ihnen sind die Kontakte zur Ruprechtskirche und zum Literarischen Forum bzw. zu den Jesuiten zu verdanken. Gemeinsam mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Gemeinde St. Ruprecht, der Evangelischen Akademie, den Theologischen Kursen und dem Kardinal König Haus etabliert der KAV das jährliche Gedenkprojekt „mechaye hametim".
Die KAV-Fraueninitiative wird gegründet.
Die Interfakultäre Arbeitsgemeinschaft Religionsphilosophie des KAV entsteht. Sie veröffentlicht den ersten Sammelband philosophischer und theologischer Vorträge.
Die Räumlichkeiten der Währinger Straße 2–4 werden neu adaptiert und zum „Otto-Mauer-Zentrum" umbenannt.
Auf Initiative von Peter Pawlowsky bekommt der Katholische Akademikerverband Wien ein neues Erscheinungsbild: der Verbandsname wird auf „FORUM ZEIT UND GLAUBE / Katholischer Akademiker/innenverband der Erzdiözese Wien" erweitert, die Statuten werden adaptiert, ein neues Logo wird entworfen und die Veranstaltungen werden in einem 3-Monatsprogramm angekündigt. Mit Helmut Schüller als Geistlichen Assistenten bietet das Forum monatliche Gottesdienste in der Deutschordenskirche. Weiters werden Kooperationen mit der Katholisch-Theologischen Fakultät und pro oriente intensiviert.
Die Internationale Tagung wird in „Europasymposion" umbenannt und auf 5 Tage erweitert. Bis zur Auflösung 2012 findet es jährlich in einem anderen ost- bzw. südosteuropäischen Land zu einem speziellen Thema statt.
Das Otto-Mauer-Zentrum wird technisch aufgerüstet. 2011 finden erstmals mehr als 100 Veranstaltungen pro Jahr statt. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Symposien werden themenzentriert als „Reihen" konzipiert oder als inhaltlicher Schwerpunkt fortgeführt.
Ab 2014 wird die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert: Erstellung eines neuen Homepage-Designs, Aussendung eines wöchentlichen Newsletters, Nutzung moderner Kommunikations- und Informationsplattformen (z. B. Facebook und Online-Veranstaltungskalender), Dokumentation über Audio-Files; ein YouTube-Kanal wird eingerichtet.
Der KAV Wien schließt 2016 einen Kooperationsvertrag mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien ab und mit dem Weltgebetstag der Frauen Österreich entsteht eine kontinuierliche Zusammenarbeit.
Die Sicherheitsmaßnahmen, die durch die Corona-Epidemie erforderlich waren, führten dazu, Veranstaltungen online anzubieten bzw. auch erstmals als Livestream zugänglich zu machen. Weitere Investitionen in eine audio-visuelle Ausstattung waren nötig.
Mit Beginn 2023 wird die KAV-Monatsmesse von der Deutschordenskirche ins Otto-Mauer-Zentrum verlegt.
Der KAV Wien stellt ein einzigartiges Forum dar, bei dem junge Menschen, Studierende, Arbeitssuchende, Berufstätige und erfahrene Menschen in Offenheit, Toleranz und Respekt über „Gott und die Welt“ reden können.