Filmmontag
Montag, 13. Mai, 19 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum

 

 

Jaco van Dormaels ebenso respektloser wie liebevoll gefilmter Gottesbeweis entkleidet das Göttliche allen Pathos‘ und jedweden Weihrauchs. Auf diese Weise gelingt es, das Göttliche im Alltag und in den kleinen Menschen, die im Film bemüht werden, ein wenig sichtbar zu machen: Gott, so erzählt es „Das brandneue Testament“, ist ein mieselsüchtiger Haustyrann, der in einer Brüsseler Kleinwohnung in Schlafrock, Socken und Hauspatschen dahinexistiert. Seine Frau sucht ihr Heil in unauffälliger Lebensweise, damit sie Papa nicht noch mehr reizt, Sohn Jesus Christus („JC“) weilt längst nicht mehr unter den Lebenden, sondern nur als Nazarenerschulen-Statue auf der Kommode. Und die zehnjährige Tochter Éa bekommt allen Grant zu spüren, wenn sie Gottes Alltagsärger durch eigenes Zutun noch vergrößert … Surreal. Sympathisch – und bis in die Details perfekt komponiert.

Das brandneue Testament  (Le tout nouveau testament)
Regie: Jaco van Dormael. Mit Benoît Poelvoorde, Pili Groyne. 116 Min.

 

 

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