Vortrag von FOLKER HANUSCH
Mittwoch, 9. November, 19 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum
Laut gängiger Argumentation in der Gesellschaft und Wissenschaft befindet sich der Journalismus in einer dramatischen Krise. Politische, wirtschaftliche, technologische und soziale Veränderungen wirken sich demnach auf eine für demokratische Prozesse fundamentale Institution aus, die ihre gesellschaftliche Autorität zu verlieren droht. Jedoch betrifft dies eine bestimmte Art von Journalismus. Die Krise hat auch den Effekt, dass sich immer mehr neue (quasi-) journalistische Formate bilden, die in Konkurrenz zum traditionellen, redaktionellen Journalismus treten. Diese sind jedoch generell untererforscht. Die Präsentation beleuchtet einige dieser Formate und Entwicklung, und geht der Frage nach, inwieweit diese unser Verständnis von Journalismus verändern, und auch demokratische Prozesse positiv beeinflussen können.
Folker Hanusch ist 2016 als Professor für Journalismus ans Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien berufen worden, nachdem er eine Professur an der Queensland University of Technology in Brisbane (Australien) innehatte.