SUSANNE WEIGELIN-SCHWIEDRZIK
Donnerstag, 9. Dezember, 18.30 Uhr
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Umwelt und Mitwelt als offene Fragen Chinas. Von freier Umkehr und Einkehr aus humanitärer Verantwortung und kultureller Tradition
Allenthalben lesen wir in der Zeitung, dass China der größte Umweltverschmutzer ist und wir das 1,5 Grad Ziel nur erreichen können, wenn China seine Co2 Emissionen radikal reduziert und zu einer umweltfreundlicheren Produktionsweise greift. Dabei verweisen nicht wenige Kritiker der augenblicklichen Umweltpolitik in China auf die traditionelle chinesische Philosophie als eine Ressource, auf die sich nicht nur China, sondern die ganze Welt beziehen könnte, um zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Lebensweise zu finden.
Der Vortrag beschäftigt sich sowohl mit der Frage, inwieweit die traditionelle chinesische Denkweise eine Haltung zu Natur und Umwelt beinhaltet, die in der Tat als Ressource für eine zukünftige umweltschonende Lebensweise herangezogen werden kann, als auch mit der Frage, wie die der chinesischen Philosophie eigene Konzentration auf den Menschen als soziales Wesen den Umgang mit der Natur seit jeher beeinflusst. Dabei stellt er die These auf, dass der Mensch in seiner Kapazität, sich als soziales Wesen der Natur zu erwehren, an seine Grenzen stößt, während er sich der Natur anpassen muss, wann immer er seine soziale Umwelt hinter sich lässt. Die Anpassung an die Natur zu vollziehen, ohne das Leben eines Eremiten zu führen, ist eine Herausforderung, der sich die Menschen in China wie überall in der Welt zu stellen haben.
Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Professorin für Sinologie am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien.
In Kooperation mit dem Forum Weltreligionen