Vorträge & Gespräch zwischen
MARLENE DEIBL und
FRANZ KERSCHBAUM
Donnerstag, 22. April, 19 Uhr
Lange war der Tempel, die Hauptstadt, das Reich, oder zumindest die Erde für die meisten Menschen selbstverständliches Zentrum der Welt. Obwohl Alternativen seit der Antike klug angedacht wurden, führten erst die Arbeiten von Kopernikus und Kepler zum endgültigen Blickwechsel – die Sonne statt der Erde beanspruchte ab dann die zentrale Sonderstellung. Doch der Sonne erging es später nicht anders. Der astronomische Erkenntnisfortschritt „dezentrierte“ auch unsere erweiterte kosmische Heimat immer wieder und wieder und hat damit auch das menschliche Selbstverständnis verändert.
Im Anschluss an seinen Vortrag werden Franz Kerschbaum und die Fundamentaltheologin Marlene Deibl im Gesprächsinterview die aufgezeigten Fragen und Konsequenzen diskutieren.
Marlene Deibl ist im Fach Theologische Grundlagenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien tätig. Sie forscht zu wissenschaftshistorischen und theoretischen Grenzfragen von Philosophie und Religion.
Franz Kerschbaum ist Professor für beobachtende Astrophysik an der Universität Wien.
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