Ille C. Gebeshuber, Professorin für Physik an der Technischen Universität Wien wurde von der Diözesanversammlung an die Spitze des Vorstandes des KAV gewählt. Die gebürtige Steirerin überzeugte das Plenum mit ihrem Plädoyer für eine Art staunendes Forschen. Wenn sie den Naturvorgängen im Nanobereich auf den Grund geht, tut sie das immer mit einer großen Bewunderung darüber, was da vor sich geht. Kritisch sieht sie eine reine Informations- und Wissensgesellschaft, in der das Verstehen von Zusammenhängen an Bedeutung verliert. Mit diesem Fasziniertsein an den Vorgängen in der Natur versucht die Bionikerin auch Anschluss an ein schöpfungssensibles Christentum zu finden. Der Dialog zwischen Religion und Wissenschaft könne durch diesen Ansatz einen neuen Impuls bekommen.
Die neue Vorsitzende hielt sich zu Forschungszwecken mehrere Jahre in Malaysia auf, gab zahlreiche Interviews in Printmedien, Rundfunk und Fernsehen. In ihrer letzten Publikation „Eine kurze Geschichte der Zukunft“ vertritt sie die These, dass Wissen und Glauben in Zukunft eine Symbiose eingehen werden, die viel dynamischer und spannender verlaufen wird als wir heute annehmen.

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