Vortrag von DANIELA STRIGL
Dienstag, 10. November, 19 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum

 

 

Zum 100. Geburtstag der öster­reichischen Schriftstel­lerin zeichnet ihre Biographin das Portrait einer Frau, die zeitlebens zerrissen war zwischen ihrem Drang zu schreiben und ihren häuslichen Pflichten. Entstanden ist mit ihren Büchern wie „Wir töten Stella“, „Die Tapetentür“ und „Die Mansarde“ ein Werk, das die Verwerfungen und Abgründe der Nachkriegsgesell­schaft ohne jeden Weichzeichner spiegelt. Haushofers apokalyptischer Jahrhundertroman „Die Wand“ hat in Julian Pölsters Verfilmung mit Martina Gedeck zur Neuentdeckung einer Autorin geführt, die zu Un­recht lange im Schatten Ingeborg Bachmanns stand.

Daniela Strigl, Kritikerin, Autorin und Lehrbeauftragte an der Universität Wien, publizierte zuletzt „Berühmt­sein ist nichts: Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie“. „Wahrscheinlich bin ich verrückt…“: Marlen Haushofer – die Biogragraphie. List TB, 5. Aufl., 2012. Sie erhielt u.a. den Öster­rei­chischen Literaturpreis für Literaturkritik 2001 und den Johann-Heinrich-Merck-Preis 2019.

 

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