Vortrag am DONNERSTAG, 12. APRIL um 19 UHR / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien
Der Anfang des menschlichen Daseinsganzen umfasst die lebensweltliche Basis des in die Welt-Kommens, die der Zeugung voraus liegt, und die Lebenszeit des Menschen, die in die Periode der Grundlegung bis zum Kleinkindesalter und der Entfaltung bis zum Lebensende, unterteilt wird. Diese Anthropologie liefert eine neue theologische Sichtweise der Ebenbildlichkeit Gottes als imago Dei, als „grundgelegtes“, unverlierbares Merkmal. Genetik, Epigenetik und die personal-dialogische Kommunikation, vor allem mit der Mutter, be-dingen das Werden des neuen Menschen. Diese Grundlegung erfolgt ohne eigene Verantwortung und ist die immer schon im Voraus gegebene Basis der Würde, und Anerkennung seiner Selbst und des Anderen.
Georg Simbruner war Professor für Kinderheilkunde an der Universität München und Direktor der Kinderklinik an der Medizinischen Universität Innsbruck. Sein Doktorats-studium schloss er mit medizinischen Beiträgen zu einer philosophisch-theologischen Anthropologie der Pränatal- Peri- und unmittelbare Postnatalzeit ab.