Eine wirtschafts- und kulturpolitische Entdeckungsreise mit Rembert J. Schleicher von Freitag 28. bis Montag 31. Oktober 2016

Kohle und Stahl bestimmten lange Zeit das Leben der oberschlesischen Metropole Katowice (Kattowitz). Heute setzt man dort auf nachhaltige Entwicklung, auf Wissenschaft, auf digitale Dienstleistungen und vor allem auf schöne Künste. Für 400 Millionen Euro wurde  eine ehemalige Zeche im Stadtzentrum zu einer „Achse der Kultur“ (mit Museen, Konferenzzentrum, ultramodernem Konzerthaus, Parks, Sportstätten etc.) umfunktioniert.

Kattowitz war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein kleines Dorf, das nicht einmal eine eigene Kirche hatte. Durch Bergbau und Industrie wuchs der Ort und bekam das Stadtrecht. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts lebten dort bereits mehr als 100.000 Menschen. Heute zählt der Großraum Kattowitz 3,5 Millionen Einwohner/innen. Kulturell war dieses oberschlesische Konglomerat durch alte Städte wie Bytom/Beuthen (Opernhaus), Pszczyna/Pless (Prachtschloss), Gliwice/Gleiwitz (Operette) oder Cieszyń/Teschen (Friedenskirche) schon immer sehr bedeutend, aber das wurde in der großen weiten Welt nicht so wahrgenommen. Wir kennen die Komponisten Henryk Górecki und Wojciech Kilar etwa, oder die Theologen Erich Przywara und Rudolf Schnackenburg, oder die Schriftsteller Janosch (eigentlich Horst Eckert), Mascha Kaleko und Horst Bienek, oder die Sänger Jan Kiepura und Piotr Beczała – aber wir verorten sie nicht im  Großraum Kattowitz bzw. in der Wojewodschaft Oberschlesien, von wo sie allesamt herkommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Wendejahr 1989 und noch mehr mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union sahen sich die regionalen und lokalen Politiker/innen vor der großen Herausforderung, der wirtschaftlich darniederliegenden niederschlesischen Wojewodschaft ein neues Leitbild zu geben. Diese Aufgabe wurde bravourös und beispielhaft gemeistert. Wer heute einen Vorstoß in diese Region unweit von Österreich wagt, wird von der kultureller Energie überrascht und begeistert, die dort zu spüren ist. Diese von Rembert Schleicher konzipierte und geleitete Entdeckungsreise veranschaulicht, was das Ergebnis einer Politik ist, die auf Nachhaltigkeit setzt. Begegnungen Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik und Konzertbesuche werden die gewonnenen Eindrücke zusätzlich verdichten.

Rembert Schleicher ist Theologe, Erwachsenenbildner, Reiseseminarleiter und Übersetzer. 1994 – 1998 war er Kulturattaché am Österreichischen Generalkonsulat in Krakau, in dessen Amtsbereich Kattowitz bzw. Oberschlesien lag. Durch seine Frau, die mitreisende und -leitende Psychologin Elżbieta Schleicher aus Breslau, ist er mit Schlesien auch familiär verbunden.

 

Detailliertes Tagesprogramm und weitere Informationen im downloadbaren Anhang

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