audio-files der Statements vom 4. Oktober 2016
Das durch medizinische Interventionen begleitete Sterben ist heute in der westlichen Welt der Regelfall. Daher wäre es völlig verfehlt, in den Debatten über Sterbehilfe und Euthanasie nur Indizien eines Verfalls kultureller Standards und moralischer Werte erblicken zu wollen. Es ist vielmehr notwendig zu prüfen, wie weit die Anwendung des heutigen Potentials medizinischer Möglichkeiten in bestimmten Situationen überhaupt sinnvoll ist und wo die humanen Grenzen der modernen Medizin liegen. Auch aus christlicher Sicht bedeutet das Recht auf Leben keine Pflicht zum Leben. Doch sollte das Augenmerk auf Hilfe beim Sterben und nicht auf der Hilfe zum Sterben liegen.
ULRICH KÖRTNER: ETHISCHE PROBLEME AM LEBENSENDE
Ulrich Körtner ist Vorstand am Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft der Evang.-Theol. Fakultät der Univ. Wien.
MARIA KLETECKA-PULKER: RECHTLICHE FRAGEN AM LEBENSENDE
Maria Kletečka-Pulker ist Geschäftsführerin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin, seit 2009 Mitglied der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt.
GÜNTER VIRT: PASTORALE UND POLITISCHE FRAGEN ZUM LEBENSENDE
Günter Virt war Ordinarius für Moraltheologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Univ. Wien und ist Mitglied der Bioethikkommission beim österreichischen Bundeskanzleramt und der European Group on Ethics in Science and New Technologies in Brüssel.
MARTIN SCHINDL: MEDIZINISCHE FRAGEN AM LEBENSENDE
Martin Schindl ist Facharzt für Physikalische Medizin und Schmerztherapie.