Exkursion im Rahmen der Gedenkwoche mechaye hametim am Mittwoch, 26. Oktober 7.45 – 19.45 Uhr / Abfahrt: Cafe-Restaurant Landtmann
Erste Station der Tagesfahrt am österreichischen Nationalfeiertag ist heuer der israelitische Friedhof von Mistelbach, der mit etlichen Besonderheiten aufwartet. Er wurde von 1900 bis 1938 benützt und in den letzten Jahren besonders sorgfältig renoviert. Die Menschen, die dort begraben sind, stammten aus einem relativ großen Einzugsgebiet.
Das nächste Ziel ist Lundenburg (Břeclav) mit der ältesten Erwähnung von Juden in der Stadt aus dem Jahr 1414. Nach ihrer wechselvollen Geschichte ging die eigenständige jüdische religiöse Gemeinde 1938 zugrunde. Die neuromanische Synagoge (spätes 19.Jh) ist seit 1999 komplett restauriert und dient als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle. Im jüdischen Friedhof (17.Jh) sind heute nur etwa 400 Gräber erhalten. Besonders sehenswert: die Grabstätte der Familie Kuffner sowie die neugotische Trauerhalle und das Häuschen des Totengräbers.
In Brünn (Brno) – seit dem 17. Jh. Hauptstadt Mährens – ist eine jüdische Besiedlung seit dem 13. Jahrhundert nachzuweisen. Von den ursprünglich vier Synagogen ist heute nur mehr jene funktionalistische aus den Baujahren 1934-36 erhalten. Sie ist die jüngste und einzige in Mähren und Schlesien, die noch ihrem ursprünglichen Zweck dient. Etliche Gebäude und Privathäuser erinnern an die Bedeutung jüdischen Lebens der Stadt. Der Friedhof aus dem Gründungsjahr 1852 mit der neuromanischen Zeremonienhalle von 1900 überrascht mit fast 9.000 neuzeitlichen Grabsteinen.
Kosten (Fahrt, Eintritte, Führungen, ohne / inkl. Mittagessen & Getränke in der jüd. Gemeinde): 40,- Euro / 50,- Euro
Leitung: Annemarie Weinzettl
An- bzw. stornofreie Abmeldung bis spätestens 24. Oktober 2016 (per Mail / Telefon) – Stornogebühr: 20,- Euro