Power-Point-Folie des Vortrags vom Montag, 7. März 2016
Für die Theologie nach 1945 markierte die Tragödie der Schah einen entscheidenden Wendepunkt in der Definition ihrer Haltung zum Judentum und damit zum Alten Testament bzw. der Hebräischen Bibel. Kirche und Theologie erkannten ihre Mitschuld an der eigenen, jahrhundertelangen antijüdischen Tradition und gestanden ihr Schweigen während des Zweiten Weltkrieges an den Verbrechen des NS-Regimes ein. Ein wesentliches Resultat dieses Umdenkprozesses stellt der jüdisch-christliche Dialog dar. Auf Grundlage der Hebräischen Bibel, der gemeinsamen Glaubensurkunde des Judentums und des Christentums, etablierten sich in den Nachkriegsjahren jüdisch-christliche Gesprächsinitiativen an der Basis. Vier dieser Dialoginitiativen in Deutschland und Österreich werden dargestellt.
Edith Petschnigg ist Theologin und Historikerin und lehrt an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems.