Bibelseminar am Montag, 14. März um 18 Uhr /
Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien
Die biblischen Texte sprechen von den unterschiedlichen Erfahrungen mit Gott. So sind auch die Gottesbilder und die Menschen selbst. Die Bibel bezeugt und re-flektiert auch Erfahrungen mit Gott, die furchteinflößend, bedrohlich und abgründig sind. Ein Gott, der mit den Menschen in Beziehung tritt, ist kein harmloser Gott, kein “lieber” Gott einer biedermeierlichen Harmoniesucht und der bequemen Verkündigung. Wie können bei trautem Heim, mit Privatsphäre und Verinnerlichung, unangenehme Erfahrungen in unseren Glauben integriert werden? Wenn Gott den Entrechteten, den Geschundenen und Unterdrückten Recht verschafft und die Feinde der Bedrohten bekämpft, dann fliegen die Späne. Und wenn Gott den größten Feind des Menschen, den Tod, besiegt, ist er dann nicht mehr als gewaltig und mächtig – eben überwältigend?
Anton Kalkbrenner lehrt Altes Testament bei den Wiener Theologischen Kursen.