Vortrag am Donnerstag, 16. Oktober um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

 

Das Pontifikat Jorge Mario Bergoglios, seine emphatische Rede von einer „Kirche im Aufbruch“ und der „unaufschiebbaren Notwendigkeit kirchlicher Erneuerung“ hat die Hoffnung und Erwartung Reformwilliger innerhalb der katholischen Kirche geschürt. In Fragen der Frauenordination hat Papst Franziskus die lehramtliche Aussage Johannes Paul II bekräftigt und eingeräumt, dass die Frage nicht zur Diskussion steht. Auch der jüngere Vorstoß der Baseler Theologin Schüngel-Straumann, die kein dogmatisches oder historisches Hindernis in der Bestellung von Frauen zu Kardinälen sieht, wurde von Bergoglio zurückgewiesen – allerdings mit dem Verweis auf eine unnötige Klerikalisierung des weiblichen Amtes. Gleichzeitig fordert der Pontifex die verstärkte Präsenz von Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen und spricht von einer „heilsamen Dezentralisierung“ der Kirche. Welche konkreten Konsequenzen sind daher für das weibliche und das männliche Amt in der katholischen Kirche zu erwarten, welche Möglichkeiten bieten sich an?

 

Marie-Theres Igrec ist Universitätsassistentin am Institut für Systematische Theologie Dogmatik und Dogmengeschichte Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien

 

 

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