Vortrag am Mittwoch, 30. April um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

Wegen eines Blutschwamms im Gehirn wurde Ulrike Meinhof zur Terroristin. So begründete der Hirn­forscher Gerhard Roth vor knapp 10 Jahren neurowissenschaftliche Konzepte zur Frage der juristischen Schuldfähigkeit. Das Meinhof’sche Blutschwämmchen enthält ein ganzes Kaleidoskop von Positionen, widersprüchlichen Konzepten, Bezugnah­men, Befunden, Interpretationen und Legitimationen, die den aktuellen neurokulturellen Diskurs prägen. Neurokulturen beeinflussen tiefgreifend gesellschaft­liche Geschlechter- und andere -Verhältnisse: zum Positiven oder Negativen? Diesen Fragen wird unter einer genderkritischen Perspektive nachgegangen.

Sigrid Schmitz ist Biologin und Professorin für Gender Studies am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien.

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