Vortrag am Dienstag, 26. Februar um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Straße 2-4 / 1090 Wien
„[…] und wenn dort bisher vier Planeten verborgen gewesen seien, was sollte uns daran hindern, zu glauben, daß weitere unzählige nach diesem Anfang entdeckt werden, und daß daher entweder diese unsere Welt selbst unendlich sei, […] oder daß unendlich viele andere Welten existieren […].“, schreibt Johannes Kepler an Galileo Galilei kurz nach der Entdeckung der Jupiter-Monde 1609/10.
Heute sind uns mehr als 600 Planetensystemeund 800 Planeten bekannt. Sie gehorchen den Keplerschen Gesetzen – doch erst modernste weltraumgestützte Beobachtungseinrichtungen haben sie für uns erkenn- und studierbar gemacht. Welche Sicht Keplers auf die Einmaligkeit unseres Sonnensystems bzw. des Lebens im Universum ist nach wie vor gültig? Und worin sind wir heute weiter?
Franz Kerschbaum ist Professor für Astronomie am Astronomischen Institut der Universität Wien