Vortrag im Rahmen der Reihe „Synodale Prozesse“ vom Montag, 17. Dezember 2012 um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Straße 2-4 / 1090 Wien

Im August 1917 begann in Moskau ein Reformkonzil der Russischen Orthodoxen Kirchen, an dem neben den Bischöfen auch gewählte Kleriker- und Laienvertreter aus jeder Diözese als stimmberechtigte Mitglieder teilnehmen konnten. Gerade um diese Entscheidung wurde im Vorfeld heftig gerungen. Einige Bischöfe argumentierten damals, dass echte Reformen in der Kirche nur dann gelingen würden, wenn alle Stände aus allen Volksschichten auf dem Konzil vertreten sein würden. Leider sind die Reformansätze dieses Konzils infolge der Oktoberrevolution von 1917 im Keim erstickt worden.

Rudolf Prokschi ist Universitätsprofessor für Patrologie und Ostkirchenkunde und Vorstand des Instituts für Historische Theologie der Universität Wien. Sein Schwerpunkt ist Theologie und Geschichte des christlichen Ostens und Ökumene.

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