Exkursion im Rahmen von
MECHAYE HAMETIM
Montag, 2. November 8.55 – 16 Uhr
Ein Besuch jüdischer Orte in Wien
Der Allerseelen Tag führt uns zuerst zum jüdischen Friedhof Währing. Er war nach seiner Eröffnung im Jahr 1784 die Hauptbegräbnisstätte der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien und ist einer von zwei erhal-tenen Friedhöfen Wiens im Stil des Biedermeier. Nach seiner Schließung in den 1880er Jahren und der teilweisen Zerstörung während der NS-Zeit ist der jüdische Friedhof Währing wieder für Führungen geöffnet.
Die nächste Station ist der Stadttempel, die Hauptsynagoge von Wien in der Seitenstettengasse. Joseph Kornhäusel, einer der bekanntesten Wiener Architekten seiner Epoche, erhielt den Auftrag zu diesem Bau. Die Eröffnung fand am 9. April 1826 statt. Den damals geltenden Vorschriften entsprechend mussten nicht-katholische Gotteshäuser, sogenannte Toleranzbethäuser, „verborgen“ werden und durften nicht unmittelbar von der Straße aus sichtbar sein. Die Synagoge befindet sich daher hinter einem Mietshaus mit einer klassizistischen Fassade, in dem die Kultusgemeinde untergebracht ist. Der Zugang zum Stadttempel, ein selbständiger Bau, erfolgt durch das Straßengebäude.
Nach dem Mittagessen im Restaurant „Alef-Alef“ gehen wir zum Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah. Entworfen von der britischen Künstlerin Rachel Whiteread, wurde es im Jahr 2000 enthüllt. Zuletzt besuchen wir das Jüdische Museum Wien. Gegründet 1895, war es weltweit das erste seiner Art. Es dokumentiert das soziale, kultu-relle und religiöse Leben der Wiener Juden im Mittelalter und befindet sich im Misrachi-Haus, dem ehemaligen Herz der jüdischen Gemeinde von damals. Die Ausstellungsräumlichkeiten sind gänzlich mo-dernisiert und führen den Besucher u.a. zum Fundament der mittelalterlichen Synagoge
Anmeldung erforderlich bis 30. Oktober unter
01/51 552 5100
ka.forumzeitundglaube@edw.or.at
Storno für Abmeldung ab 30. Oktober: 10 €