Vortrag am Mittwoch, 17. Dezember um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

Woher kommt der Glaube an Mondmächte, ein Glaube, der hartnäckig bleibt gegen erfolglose Versuche etwas zu finden, was uns oder unsere Pflanzen unter das Joch unseres Trabanten oder einer Zeitqualität brächte? Ist es der unwiderstehliche Scharm des Erfolges eines vergessenen Wissens früherer Epochen? Vielleicht sind wir sterngeneigt, weil sie uns nutzen – ob als Sonne der Nacht oder als stellarer Taktgeber für Bewässerungskulturen, ob als Licht für die nächtliche Ernte ohne Traktor-Scheinwerfer oder durch die Gezeiten, die Schiffe auf Kurs brachten. Der Vortrag erläutert, wie die Zeiten gezähmt wurden und entwickelt daraus Ansätze zum Verständnis der Stern- und Mond-Folklore der vielleicht „geschreibigsten“ aller Zeiten.

Günther Wuchterl arbeitet für die Deutsche Weltraumagentur DLR an der Thüringer Landessternwarte Tautenburg für das Weltraumteleskop CoRoT. Er ist Vorsitzender der Österreich-Sektion der International Dark Sky Association zum Schutz der nächtlichen Umwelt.

 

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