Vortrag am Dienstag, 25. November um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien
Daß Gott jeden und alles immer sehen soll, macht uns Angst, weil wir damit ein „Durchschauen“, „Kontrollieren“ und „Beherrschen“ verbinden. Nikolaus von Kues deutet in De visione Dei das „Sehen Gottes“ aber anders. Am Beispiel eines Christus-Bildes entwickelt er das Verhältnis vom liebenden und lebenschenkenden Blick Gottes auf jeden einzelnen und der menschlichen Rück-Sicht – und führt so ins Zentrum des cusanischen Denkens.
Markus Riedenauer ist Lehrbeauftragter für Philosophie des Mittelalters an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.