Zeitenwende: Zur Bedeutung von Rüstungskontrolle und Territorialkonflikten für die Sicherheitskooperation in Europa

WOLFGANG RICHTER, Oberst a. D. der Deutschen Bundeswehr
Montag, 19. Oktober, 19 Uhr

Mit der Rüstungskontrolle und der Sicherheitskooperation im Rahmen der OSZE gelang 1990 die Abkehr vom Kalten Krieg. Ihre Erosion, ungelöste Territorialkonflikte und neue geopolitische Rivalitäten leiteten eine Rückwende zur Konfrontation ein. Ansätze zur Konfliktlösung werden dies berücksichtigen müssen, wenn eine stabile Sicherheitsordnung für Europa wiederhergestellt werden soll.

Wolfgang Richter war Truppenkommandant verschiedener Fallschirmjägertruppen und nach der Generalstabsausbildung Chef des Stabes einer Luftlandebrigade. Richter diente auch beim Supreme Headquarters Allied Powers Europe in Belgien und war Kommandeur eines Panzergrenadierbataillons. Nach internationalen Aufgaben im Deutschen Bundesministerium für Verteidigung wurde er Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Experte für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft Politik in Berlin.