Vortrag am Dienstag, 10. Dezember um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien
Abgeleitet von menschlichen Vorgängen wie Herzschlag oder Lebensdauer und insbesondere astronomischen Zyklen wie dem Tag/Nacht-Wechsel, dem Mondlauf und den Jahreszeiten haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte schon sehr früh abstrakte Begriffe von Zeit entwickelt. Bedürfnisse nach Gleichförmigkeit, Berechenbarkeit, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit führten im Laufe der weiteren Entwicklung zu einer immer größeren Abkehr von den zugrundeliegenden, natürlichen Phänomenen. Die „Lieferanten“ dieser vulgären Zeit waren ob der meist zugrundeliegenden „himmlischen“ Vorgänge seit jeher Astronomen – und dies trotz der heutigen quantenphysikalischen Zeitdefinition. Auch in Zukunft sind astronomische Messungen der einzige Garant für das Weiterbestehen einer sich am Tag/Nachtwechsel orientierenden Zeitmessung.