Bildgalerie und downloadbarer Bericht zur Exkursion vom Montag, 26. Oktober 2015
Auf dem Programm stehen der Besuch der ehemaligen Synagoge St. Pölten – ein Jugendstilbau von 1913, während der Novemberpogrome 1938 zerstört und in den 1980er Jahren wiederaufgebaut – und des Instituts für jüdische Geschichte in Österreich.Weiter geht es nach Christkindl/Steyr zu einem Kurzstopp in der bekannten Wallfahrtskirche und zum Mittagessen beim „Christkindlwirt“ Baumgartner. Nächstes Ziel ist der 140 m lange „Stollen der Erinnerung“, eine hufeisenförmige Stollenanlage (Temperatur 8-10°C) unter dem Schloss Lambert, der die Geschichte der bis zu 15.000 Menschen, KZ- und Zwangsarbeiter aus allen europäischen Ländern, erzählt, die in der NS-Zeit unter unmenschlichen Bedingungen Sklavenarbeit in Steyr verrichten mussten. Der Spaziergang durch das Jüdische Steyr führt abschließend zum Friedhof, der seit 1874 besteht und neben den üblichen Gräbern der jüdischen Bevölkerung und einem Kinderfriedhof an die unsagbare Leidensgeschichte der Jüdinnen und Juden in Steyr und Umgebung erinnert, die während der NS-Zeit ihr Leben verloren. Reiseleitung: Annemarie Weinzettl
Führung in St. Pölten:
Martha Keil, Direktorin des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs
Führung in Steyr:
Karl Ramsmaier, Initiator des Stollens der Erinnerung
Markus Himmelblauer, Koordinierungsausschuss christlich-jüdische Zusammenarbeit