Vortrag aus der Reihe „Religionsphilosophie“ am Mittwoch, 16. Jänner 2013 um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Straße 2-4 / 1090 Wien
Als einer der wenigen Denker seiner Zeit begriff Jan Patočka die „Krise der Moderne“ auch als eine solche, die notwendigerweise eine Neubewertung der Religion mit sich bringt. Gleichwohl war er ausdrücklich kein christlicher oder religiös orientierter Philosoph. Von den frühen Schriften bis hin zu seinen späten „Ketzerischen Essays“ findet sich bei ihm ein Kern unzeitgemäßer Ideen, die für die christliche Tradition ebenso provokativ und häretisch sind wie für den Säkularismus der Moderne.
Ludger Hagedorn ist Lehrbeauftragter für Philosophie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.