Online-Vortrag von
DANIELA STRIGL
Donnerstag, 29. April, 19 Uhr
Zum 100. Geburtstag der österreichischen Schriftstellerin zeichnet ihre Biographin das Portrait einer Frau, die zeitlebens zerrissen war zwischen ihrem Drang zu schreiben und ihren häuslichen Pflichten. Entstanden ist mit ihren Büchern wie „Wir töten Stella“, „Die Tapetentür“ und „Die Mansarde“ ein Werk, das die Verwerfungen und Abgründe der Nachkriegsgesellschaft ohne jeden Weichzeichner spiegelt. Haushofers apokalyptischer Jahrhundertroman „Die Wand“ hat in Julian Pölsters Verfilmung mit Martina Gedeck zur Neuentdeckung einer Autorin geführt, die zu Unrecht lange im Schatten Ingeborg Bachmanns stand.
Daniela Strigl, Kritikerin, Autorin und Lehrbeauftragte an der Universität Wien, publizierte zuletzt „Berühmtsein ist nichts: Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie“. „Wahrscheinlich bin ich verrückt…“: Marlen Haushofer – die Biogragraphie. List TB, 5. Aufl., 2012. Sie erhielt u.a. den Österreichischen Literaturpreis für Literaturkritik 2001 und den Johann-Heinrich-Merck-Preis 2019.
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