Michael Weigl: Der leidende Gerechte - Das Buch Jeremia

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Mittwoch, 12. Juni 2019, 19:00

Jeremia war Prophet wider Willen und hatte eine zu­tiefst ambivalente Mission, die ihn mehrfach an die Ab­gründe seiner Existenz geführt hat: Schon im ersten Kapitel, im Rahmen seiner Berufungsvision, erhält Je­remia den paradoxen Auftrag zum "Einpflanzen und Ausreißen", "Aufbauen und Niederreißen". Diesen Widerspruch permanent zu leben und dafür noch ver­folgt werden – das zerrüttet seine Existenz. Er muss seine Mission im ständigen Hin- und Her der Politik des im Untergang begriffenen Kleinstaates Juda aus­leben, und dementsprechend ist seine Botschaft ambi­valent, meist jedoch im Widerspruch zu dem, was die politische und religiöse Elite von ihm erwartet. Deshalb wurde er immer wieder mit dem Tod bedroht. Einmal entkommt er ihm nur ganz knapp.

Dieser Vortrag skizziert die Eckpunkte der Verkündi­gung des Jeremia und konzentriert sich dann auf die Auslegung der zentralen Texte.

 

Michael Weigl ist außerordentlicher Professor am In­stitut für Bibelwissenschaften der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Wien.

Veranstaltungsort* : OMZ / Währinger Straße 2-4 / 1090 Wien

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