Matthias Morgenstern: Spannung zwischen Exil und Erlösung

Vortrag am DIENSTAG, 5. MÄRZ um 18.30 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

Galut und Ge’ula als Deutungskonzepte jüdischer Geschichte und Theologie

Der Weg des jüdischen Volkes in seiner Glaubensgeschichte ist eng verbunden mit der Erfahrung des Unterwegs-Seins. In der Hebräischen Bibel (Altes Testament) kommen die Erfahrungen von Zerstreuung und Exil im Gefolge des Untergangs des ersten Jerusalemer Tempel zur Sprache. Die nachbiblische Literatur (Talmud und Midrasch) setzt die Zerstörung des zweiten Tempels im Jahre 70 n. Chr. durch die Römer voraus. Neben die Bibel und den Talmud treten die mystischen Überlieferungen des Judentums (in erster Linie das Buch Sohar [Buch des Glanzes]), die in gleicher Weise als inspiriert und kanonisch gelten. In allen diesen Texten hat die geschichtstheologische Deutung der Erfahrung des Exils (hebräisch: Galut) und die Hoffnung auf den Wiedergewinn des Verlorenen in der endzeitlichen Erlösung (hebräisch: Ge’ula) eine wichtige Bedeutung.

Matthias Morgenstern ist Professor am Seminar für Religionswissenschaft und Judaistik (Institutum Judaicum) der Universität Tübingen

 

Ein Vortrag aus der Reihe AGORA des Forums für Weltreligionen

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