Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse an Peter Pawlowsky

Langjähriges KAV-Mitglied erhält hohe Auszeichnung

 Dem langjährigen Mitglied in den Präsidien des Katholischen Akademiker/innenverbandes Wien und Österreichs, Peter Pawlowsky wurde am 3. Juli das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. Sein enger Freund, Regisseur und Kameramann Kurt Brazda bezeichnete ihn als journalistisches "Bollwerk gegen die audio-visuelle Verdummung". Er habe mit seinen Sendungen "Orientierung", später "Nachtstudio", "Club 2" und „kreuz & quer“ aus einem "braven Kirchenfernsehen das spannendste Ressort des ORF geformt und sich zugleich als bester Moderator des ORF etabliert. Journalistisch habe er es stets verstanden, komplexe Inhalte ohne Niveauverlust kompakt zusammenzufassen", so Brazda.

Kirchlich sozialisiert wurde Pawlowsky in der Katholischen Hochschulgemeinde Wien um Karl Strobl und Otto Mauer; engagiert war er in den 1970ern als Vorsitzender der "Arge katholischer Journalisten" und des "Katholischen Zentrums für Massenkommunikation Wien" und von 1998 bis 2001 im Kuratorium des Literarischen Forums der Katholischen Aktion. Von 1999 bis 2000 war er Mitglied der Bischöflichen Medienkommission sowie Sprecher des "Forums Kunst-Wissenschaft-Medien" der Katholischen Aktion.

2006 initiierte er mit dem früheren ORF-Auslandskorrespondenten Paul Schulmeister und dem Journalisten Heinz Nußbaumer die "Plattform Christen und Muslime", in deren Vorstand er bis heute tätig ist. Von 2009 bis 2015 war er stellvertretender Obmann der kirchlichen Reformbewegung "Laieninitiative". 1980 erhielt er den Kardinal-Innitzer-Förderungs-Preis für Wissenschaftspublizistik, 1981 den Journalistenpreis des Katholischen Familienverbandes und 1998 den Axel-Corti-Preis.

Sichtlich bewegt bedankte sich Pawlowsky für diese Auszeichnung. Von Otto Mauer und Karl Strobl habe er gelernt, was es heißt, pointierten Religionsjournalismus zu betreiben. Dies erachte er auch heute für unumgänglich, wenn eine "christliche Politik" zur Verteidigung des Abendlandes aufrufe, tatsächlich jedoch sich in "Men-schenfeindlichkeit" erschöpfe. "Ich werde auch künftig den Mund aufmachen - immer in der unerschütterlichen Hoffnung auf ein menschenfreundliches Österreich".

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