Päpstliches Ritterkreuz des Silvesterordens an Theo Quendler

Kardinal Christoph Schönborn würdigt KAV-Mitglied mit hoher Auszeichnung

 


Am 22. Juni 2018 wurde Theo Quendler mit dem Päpstlichen Ritterkreuz des Silvesterordens durch Kardinal Christoph Schönborn ausgezeichnet. Franz Haslinger wies in seiner Laudatio auf Quendlers vielseitige Verdienste als Ehrenamtlicher für die Kirche hin. Bereits 1966/67 war er Vorsitzender in der Katholischen Hochschuljugend, anschließend im Präsidium der KAÖ, dem KAV-Wien und dem KAVÖ. 

Franz Haslinger: (…) Die geistige Auseinandesetzung mit Wissenschaft, Glaube und Gesellschaft hat Dich wohl sehr geprägt für dein weiteres Leben. Seit den 1980er Jahren bist Du Kontaktperson zu Pax Romana (ICMICA) und hast 2012 den Weltkongress von Pax Romana in Wien wesentlich mitorganisiert. 1984 übernimmst Du den „Verein der Freunde der Katholischen Hochschulgemeinde Wien“, dessen Zweck in der Errichtung von Studentenheimen und der ideellen und materiellen Unterstützung der KHG besteht.

Weihbischof Kurt Krenn löste 1987 die von Prälat Karl Strobl nach dem Krieg gegründete Struktur der KHG auf, was auch Konsequenzen für den Verein nach sich zog. Welche geistige Orientierung sollte maßgebend sein? Das theologische Konzept „Prinzip Gemeinde“ wurde durch den Weihbischof nicht beachtet, das innere Statut der Katholischen Hochschuljugend (KHJ) war für ihn nicht mehr spirituelle Grundlage der KHG. Die Studierenden blieben diesem Richtungswechsel in der KHG ab nun fern.

Als Vorsitzender des Vereins und zugleich leitendes Mitglied in diversen kirchlichen Organisationen zeigtest Du, Theodor, in dieser schwierigen Zeit Haltung und hast Dich in der vergessenen biblischen Tugend der Hypomoné (Aushalten, Geduld, Ertragen, Widerstand etc…) bewährt. In der Literatur des Hl. Paulus hat Tugend der „Gelassenheit“, als Bewährung im Glauben eine hohe Bedeutung.

Lieber Theodor, deine hohe Auszeichnung lässt sich auch verstehen und beziehen auf die Geduld deiner lieben Frau Getraud mit dir, mit deiner häufigen Abwesenheit in der Familie und Geduld mit der Kirche. „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (V. Havel). „Ein Einzelner ist genug, damit Hoffnung existieren kann und dieser Einzelne könnten Sie sein.“ (PP Franziskus)

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