Jean Greisch: Ist die Liebe eine hermeneutische Tugend?

Vortrag am DONNERSTAG, 26. APRIL um 19 Uhr / Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

Ein Anzeichen dafür, dass die „Tugenden“ in zynisch werdenden Zeiten wieder neuen Wind in den Segeln zu bekommen, ist, dass sich unter der etwas missverständlichen Vokabel der „Tugendethik“ ein neuer Zweig der Moralphilosophie herausgebildet hat. Dieser erhebt den Anspruch, die Einseitigkeiten der kantischen Pflichtethik zu korrigieren. Unter welchen Bedingungen kann nun die philosophische Hermeneutik in einer Besinnung auf die in der Interpretation von Texten, Kunstwerken und Handlungen vorausgesetzten Verstehensprozesse etwas zur Ausarbeitung einer Tugendethik beitragen? Diese Frage wird anhand einer Analyse des hermeneutischen Grundphänomens der Liebe entfaltet.

Jean Greisch war Professor für Metaphysik und Ontologie am Institute Catholique de Paris und Lehrstuhlinhaber am Hans-Georg Gadamer Chair am Boston College, an der Université catholique de Louvain, und Inhaber der Guardini-Professur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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