Chronik

Otto Mauer: Gründer und Geistlicher Assistent des Katholischen Akademikerverbandes

Msgr. Otto Mauer gibt 1946 die Zeitschrift "Wort und Wahrheit" heraus. Auf sein Betreiben bilden die Redakteure und Autoren ein Jahr später den Katholischen Akademikerverband - unter ihnen der Pastoraltheologe Ferdinand Klostermann, der Publizist Otto Schulmeister, die Historikerin Erika Weinzierl und der Erwachsenenbildner Markus Bittner. 1947 gilt als Gründungsjahr des KAV.

In den 1950ern initiiert Mauer zahlreiche Kongresse und Fachtagungen für den KAV, mit dem Ziel, Kunst, Religion und Wissenschaft ins Gespräch zu bringen. Zu nennen sind u.a. der Aschermittwoch der Künstler, die Studientagung in Maria Zell (Maria Zeller Manifest) sowie das Internationale Kunstgespräch.

1962 übersiedelt der KAV von der Grünangergasse 1, 1010 Wien (fortan Galerie nebst St. Stephan) in die Währinger Straße 2-4, 1090 Wien, um die Nähe zur Universität für einen kontinuierlichen Austausch mit der Wissenschaft zu nutzen.

1965 gibt Mauer die "Mitteilungen der Katholischen Akademikerseelsorge" heraus. In den weiteren Jahren führt der Judaist Kurt Schubert erste christlich-jüdische Gespräche und die Herausgeber der Zeitschrift "Arzt und Christ" (Gottfried Roth) formieren sich zur Katholischen Ärztegemeinschaft.

Die Ära Karl Strobl (1973-1984)

Nach dem Tod Mauers 1973 wird sein Freund Prälat Karl Strobl Geistlicher Assistent. Sein Verdienst für den KAV ist die Herausgabe des ORF-Studienprogramms "Wem glauben?" und "Wozu glauben?" (1976), die Gründung des Otto-Mauer-Fonds (1980) und gemeinsam mit der Katholischen Hochschuljugend die regelmäßigen Gaudete- und Laetare-Gottesdienste.  Innerhalb des Verbandes gründete er Arbeitskreise und Vereine: das Netz Initiativer Christen, das Forum St. Stephan, das Studienförderwerk pro scientia u.a.m. (Strobl: "Gründe jeden Tag einen Verein!").

1982 wird Fritz Wolfram erster Diözesansekretär des Katholischen Akademikerverbandes der Erzdiözese Wien.

Strobl stirbt 1984 und Alois Kraxner übernimmt bis 1993 das Amt des Geistlichen Assistenten, der neue Akzente in der Spiritualität und der Akademikerseelsorge setzt.

Die 1990er: Kooperationen und Netzwerke

Im Wendejahr 1989 findet in Eisenstadt die erste "Internationale Tagung" mit Partnerorganisationen aus Brünn (Mährisch-Schlesische Christliche Akademie) und Budapest (Freunde der Zeitschrift "Vigilia", später: Stiftung Kirchenforum) statt. Diese Tagung ist der Vorläufer des Europasymposions.

1991/92 entsteht die Initiative "Solidarität Weltweit"

1993 folgen Joop Roeland und 1998 Gernot Wisser als Geistliche Assistenten. Ihnen sind die Kontake zur Ruprechtskirche und zum Literarischen Forum bzw. zu den Jesuiten zu verdanken. Gemeinsam mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Gemeinde St. Ruprecht, der Evangelischen Akademie, den Theologischen Kursen und dem Kardinal König Haus etabliert der KAV das jährliche Gedenkprojekt "mechaye hametim".

1996 wird die KAV-Fraueninitiative gegründet

1998 entsteht die Interfakultäre Arbeitsgemeinschaft Religionsphilosophie des KAV. Sie veröffentlicht den ersten Sammelband philosophischer und theologischer Vorträge.

2000 werden die Räumlichkeiten der Währinger Straße 2-4 neu adaptiert und zum "Otto-Mauer-Zentrum" umbenannt.

2006: Vom Verband zum Forum

Auf Initiative von Peter Pawlowsky bekommt der Katholische Akademikerverband Wien ein neues Erscheinungsbild: der Verbandsname wird auf "FORUM ZEIT UND GLAUBE / Katholischer Akademiker/innenverband der Erzdiözese Wien" erweitert, die Statuten werden adaptiert, ein neues Logo wird entworfen und die Veranstaltungen werden in einem 3-Monatsprogramm angekündigt. Mit Helmut Schüller als Geistlichen Assistenten bietet das Forum monatliche Gottesdienste in der Deutschordenskirche. Weiters werden Kooperationen mit der Katholisch-Theologischen Fakultät und pro oriente intensiviert.

2007 wird die Internationale Tagung in "Europasymposion" umbenannt und auf 5 Tage erweitert. Bis zur Auflösung 2012 findet es jährlich in einem anderen Ost- bzw.- südosteuropäischen Land zu einem speziellen Thema statt.

2011/2012: das Otto-Mauer-Zentrum wird technisch aufgerüstet. Erstmals finden mehr als 100 Veranstaltungen statt. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Symposien werden themenzentriert als "Reihen" konzipiert oder als inhaltlicher Schwerpunkt fortgeführt.

2014: Die Öffentlichkeitsarbeit wird intensiviert: Erstellung eines neues homepage-Designs, Aussendung eines wöchentlichen newsletters, Nutzung moderner Kommunikations- und Informationsplattformen (z.B.: facebook und online-Veranstaltungskalender), Dokumentation über audio-files.

2016: Der KAV-Wien schließt einen Kooperationsvertrag mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien ab.

 

 

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